Grenzerfahrung 2010 - die Ausrüstung
Da die Tour für jedermann/frau nachfahrbar sein
soll - und nicht nur für Motorradfahrer - wollen wir hier nicht bis ins kleinste
Detail schreiben, was wir so mit uns schleppen werden, sondern werden uns auf ein paar
wesentliche Aspekte beschränken.
Lebenswichtig: Die zweite
Haut...
Auf
jeden Fall gehört zum Motorradfahren eine vernünftige Schutzbekleidung: In Jeans oder mit Turnschuhen wird man
uns auf dem Motorrad nicht antreffen. Wir wundern uns immer wieder über
"Jeansfahrer" oder, noch eine Spur lebensmüder: Über die, die im Sommer
tatsächlich in kurzer Hose fahren. Naja, muss halt jeder selbst wissen, ob er
mal ein schmerzhaftes "Asphalt-Oberschenkel-Peeling" riskieren möchte...
Während ich selber eine Lederkombi bzw.
einen Mix aus Leder und Textil bevorzuge, schwört Helene ganz auf Textil -
alles mit ordentlichen Protektoren verstärkt, versteht sich.
Seit Jahren
vertrauen wir dabei auf die vielfach erprobten Produkte von
Heino Büse. Wind,
Wetter und auch den einen oder anderen Sturz haben uns schon mehrfach bewiesen,
dass es nur gut ist, auf besondere Qualität zu vertrauen. Wir fahren gerne mit
der neuen STX-Pro-Jacke, sie ist leicht zu tragen und bietet doch ein Maximum an
Sicherheit und mit zehn (!) Taschen noch jede Menge Platz für Kleinigkeiten und
Papiere.
Einen Tourenfahrer erkennt
man schon von weitem am Schuberth-Klapphelm...
Diesen Spruch hört und liest man immer wieder -
da muß ja was dran sein. Unsere Überzeugung: Da ist auch was dran. Bei
einem Helm für eine Langstreckentour kommt es nicht nur auf die stabile
Sicherheit an, sondern der Komfort spielt eben auch eine entscheidende Rolle.
Wer
sich drei Wochen lang jeden Tag auf einer Strecke von 300 km Motorengeräusche
anhört, legt Wert auf eine gute Geräuschdämmung - und ein möglichst geringes
Gewicht des Helms. Wir verlassen uns während der Grenzerfahrung auf
bewährte Schuberth-Helme.
Der C3 erfüllt in puncto Gewicht, Geräuschdämmung und Komfort einfach alle
Ansprüche, die Tourenfahrer haben können. Was den Punkt Sicherheit bzw. Schutz
betrifft, kann man getrost an den Unfall von Felipe Massa beim GP in Ungarn 2009
erinnern, denn auch die Entwicklung der Motorradhelme basiert letzten Endes auf
den Erkenntnissen aus dem Formel-1-Engagement. Besser geht's nicht...
Schon
lange vor der Planung unserer Tour war es beschlossene Sache, dass wir uns in diesem Jahr etwas
Neueres zulegen würden. Unsere alte K 100 RT hat mit 24 Jahren und knapp 120.000
km genug auf dem Buckel.
Ein
schön anzuschauender Eisenhaufen aus englischsprachigen Gefilden
wurde uns für die Tour angeboten; sicher nett gemeint, aber das geht für uns irgendwie am Thema vorbei.
Wie man dem "Brötchen" (Soziussitz) eine Tourentauglichkeit bescheinigen kann,
bleibt für uns fraglich und wir wollen es auf der 5.000 km langen Reise auch
nicht unbedingt austesten.
Back to the roots: Eine R 1200 RT
stand auch noch auf dem Programm- bzw. Wunschzettel, aber leider als Neufahrzeug
für uns
zu teuer und die gebrauchten Vorgängermodelle schlicht unangemessen überbewertet.
Ich wollte eigentlich einen gemütlichen Boxer, Madame gerne etwas Schnelleres
mit Komfort. Letztendlich haben wir uns dann nach langem hin und her für eine BMW K 1200 GT entschieden
- also kein Boxer, aber dafür ZZ, wie Hausmeister Krause sagen würde:
ziemlich zügig.
Mit knapp 4.000 km "auf der Uhr" ist sie gerade erst warmgefahren. Die
Ausstattung ist serienmäßig komplett und eben auf eine
GrandTour
ausgelegt.
Bernd Tesch, der Experte für Langstreckenreisen,
rät uns in seinem Grußwort, unabhängig vom Motorradtyp und trotz der scheinbar
wenigen Tageskilometer und der (hoffentlich) sommerlichen Temperaturen ein
Schaffell auf die Sitzbank zu legen. Den Rat werden wir beherzigen, probieren
allerdings auch die Hightech-Produkte von Airhawk aus.
Multimedia & Navigation aus dem Hause Motorradzubehör
Hornig
Mit
an Bord ist unsere alte "normale" Spiegelreflex Sony Alpha 100 mit zwei
Objektiven und jeder Menge Speicherkarten - wir wollen viele faszinierende Fotos
von Deutschland machen und uns bemühen, die Motive aus ungewöhnlicher
Perspektive einzufangen, so wie man sie sonst eher nicht zu sehen bekommt.
Dazu kommt dann, fest am Motorrad montiert, die
GoPro HD Kamera, die hoffentlich spektakuläre OnBoard-Videos aufnehmen wird.
Alle Foto- und Videoaufnahmen werden wir auf einer mobilen Festplatte
"zwischenlagern", aber wir werden einiges natürlich schon während der Tour
etappenweise hier auf der Homepage veröffentlichen.
Bei der Navigation wollten wir uns ursprünglich
schlicht und ergreifend auf Karten verlassen, aber unser Motorradausstatter
konnte uns davon überzeugen, dass wir mit dem brandneuen X-Navigator besser und
beruhigter fahren würden.
Sonstiges
Die schwersten Sachen haben wir ja täglich an und
ein Zelt, Schlafsack etc. brauchen wir dank unserer Partner vor Ort nicht
einzupacken; das erleichtert schonmal vieles, insbesondere unser Motorrad. Für
mich ist neben einer Jeans und ein paar T-Shirts nur noch die Kameraausrüstung,
ein Reisenotebook und deren Kabelsalat von besonderer Bedeutung, der Rest des
begrenzten Stauraums gehört Helene.
Der Spagat, den wir beim richtigen Packen
hinkriegen müssen, besteht lediglich einerseits in der günstigsten
Gewichtsverteilung und andererseits in der schnellen Erreichbarkeit der
einzelnen Sachen.
Ersatzteile fürs Motorrad nehmen wir nicht mit.
Erstens geht - gemäß Murphy's Gesetz - sowieso nur etwas kaputt, für das man
ausgerechnet das nötige Teil nicht dabei hat, zweitens habe ich technisch
gesehen zwei linke Hände und drittens planen wir ja keine Wüstentour oder
Weltumrundung, sondern bewegen uns ja stets in der Nähe von mehr oder weniger
guter Infrastruktur. Da hilft bei Problemen ein Schweizer Taschenmesser, ein
bisschen Ballistol-Öl und eine Kreditkarte
extrem weiter - ein Umstand, den diese Tour auch für andere "Otto-Normal-Fahrer"
nachfahrbar und attraktiv macht, egal, ob mit Motorrad, Auto oder Wohnmobil.
Auch an dieser Stelle möchten wir uns bei unseren
anderen Partnern, die uns
so freundlich unterstützen, herzlich bedanken: Partner der
Grenzerfahrung 2010
Hier geht's zum 2. Kapitel - der Start |