Grenzerfahrung 2010

by reisetourer.de

  Etappe 1: Von Bonn nach Emden bzw. Papenburg

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Fazit

 

Etappe 1: Von Bonn nach Emden bzw. Papenburg

Erst in den äußersten Westen der Republik und dann nur noch Wiesen, Felder, Rindviecher & Windmühlen - der Beginn eines eckigen Reifens...

 

Wochen und Monate der Planung lagen endlich hinter uns. Hunderte oder gar tausende Mails haben wir zur Vorbereitung verschickt, zahlreiche Termine vor Ort mußten geplant und abgeglichen werden. Jede kleine Änderung zog gleich eine Kettenreaktion nach sich und alles mußte von vorne beginnen. Der administrative Aufwand vor der Tour war schon ziemlich groß und so sehnten wir den Tag herbei, an dem es endlich losging.

 

Das Hilton Hotel in Bonn ließ es sich am 1. Juli nicht nehmen, uns mit einem tollen Frühstücksbuffet zu verabschieden. Schön, dass uns einer der Direktoren auch noch mit seiner Harley die Ehre erwies. Das Hilton Hotel in Bonn ist übrigens eine empfehlenswerte Adresse für Motorradfahrer, die einmal die Eifel oder das Bergische Land erkunden wollen. Eben weil einige Manager des Hotels selber Motorradfahrer sind, weiß man dort sehr genau, worauf es einem Biker ankommt. So verfügt das Hilton in Bonn z.B. über eine eigens gesicherte Motorradgarage und man kennt die wertvollen Tipps für die Region sehr genau.

 

Mit dabei war übrigens noch ein Filmteam, das uns schon nach relativ kurzer Zeit unbewußt auf den Senkel ging: "Können wir die Einstellung nochmal drehen - kannst Du bitte nochmal zurückfahren - kannst Du das Motorrad mal quer stellen - kannst Du mal..." Nach 20 Minuten Hin- und Herfahren hatten wir keinen Bock mehr drauf und sind, entgegen der Ankündigung, schon um 09.15 h losgefahren - wohl sehr zum Verdruß der weiteren Presseleute, die pünktlich um halb zehn, der eigentlich geplanten Abfahrtzeit, anmarschiert sein sollen.

 

Uns war's egal, wir sind auf die A4 Richtung Aachen gefahren und haben beim Dreiländereck in Gemmerich (belgische Seite) bzw. Vaals (niederländische Seite) unseren ersten Tourenstempel in unsere Kölschpässe bekommen und den Kilometerzähler auf null gestellt.

 

Das Hilton Hotel in Bonn war der Startpunkt unserer Reise

Nach einem Bikerbrunch im Hilton Hotel in Bonn ging die Reise los...

Unsere Kölschpässe, nahezu jedes Ziel haben wir uns abstempeln lassen

Fotos zum Vergrößern anklicken - © by www.grenzerfahrung-2010.de

Das Video von der Abfahrt (die eingeschränkte Qualität bitten wir zu entschuldigen):

Statt der geplanten 5.000 km wurden es am Ende mehr als 6.000 km; das schon mal zur Planung. Et' kütt' wie et' kütt' - vieles wurde später improvisiert. Viele Grenzerfahrungen erwarteten uns auf der Tour. Die empfindlichste war wohl das Wetter. Wir hatten den absoluten Jahrhundertsommer erwischt: An 22 von 24 Tourtagen brannte die Sonne gnadenlos vom Himmel. Jedes Anhalten wurde binnen Minuten zur Qual.

Jedenfalls ging es vom Dreiländereck aus nach Geilenkirchen, unserem ersten offiziellen Stop auf der Tour. Geilenkirchen ist die westlichste Kreisstadt Deutschlands und durfte schon deshalb nicht fehlen. Abgesehen von den dort stationierten AWACS-Flugzeugen der Nato bietet die Stadt einiges an Freizeit- und Kulturaktivitäten, wie uns Herr Brunen von der Stadtverwaltung erklärte. Zu den Highlights des Jahres zählt das sog. Badewannenrennen im Sommer.

Marktplatz in Geilenkirchen

Die AWACS-Flieger sind in Geilenkirchen stationiert

Die Regionalausgabe der Aachener Zeitung berichtete über uns
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In Geilenkirchen trafen wir auch auf Uwe aus Neuss, der uns von da an auf seiner K 1200 GT bis rauf nach Ahaus begleitete. Zu sehen gab es auf dieser Fahrt nicht allzu viel. Die Landschaft wurde zusehends platter und die Straßen immer gerader. Der Pressemann aus Geilenkirchen meinte schon zuvor: "Die sehen Euch in Norddeutschland schon kommen, so platt wird das nachher werden." Recht hatte er.

Ok, hätte man Zeit genug gehabt, wäre sicher noch ein Besuch in der Römerstadt Xanten oder im Naturpark Bourtanger Moor lohnenswert gewesen. Doch wir wollten recht zügig gen Norden zur Küste. Also blieb es bei der Besichtigung von endlosen Feldern; grünen Wiesen mit vielen Rindviechern und ab und zu mal einer alten Mühle.

Windmühlen, Wiesen und Rindviecher...

 

Uwe begleitete uns bis nach Ahaus...
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Nach knapp 450 km und rund 10 Stunden erreichten wir das Emsland. In Papenburg fanden wir ein Hotel mit Wellness-Oase. Es tat gut, den doch recht anstrengenden ersten Tag im Whirlpool ausklingen zu lassen. Abends, beim ersten Fischessen an der Küste, fragten wir uns, wie es wohl morgen und übermorgen so straßentechnisch werden würde. Uns schwante aber schon, dass es nicht abwechslungsreicher werden würde und wir begannen schon erste Überlegungen, wo wir denn zum Boxenstop und Reifenwechsel einkehren würden.

Aber immerhin würden wir am nächsten Morgen die Küste langfahren und das Meer sehen - dachten wir...

Materialien zur Planung:

Empfehlenswerte Links zum Thema:

 

Texte: Ralf Voigt - Fotos: Helene Voigt, Ralf Voigt

 

...hier geht's zur 2. Etappe

 

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